Bundesfachkommission Arbeitsmarkt und Alterssicherung

Der Wirtschaftsrat hat früh und unmissverständlich gefordert, dass der falschen Weichenstellung „Rente mit 63“ zumindest so rasch wie möglich eine echte Flexi-Rente entgegengesetzt werden muss, die einen späteren Renteneintritt erleichtert. Endlich ist nun die auch von der Bundesfachkommission Arbeitsmarkt und Alterssicherung energisch angemahnte Abschaffung der Strafabgabe für erwerbstätige Senioren vollzogen worden: Bisher mussten für Erwerbstätige jenseits der Regelaltersgrenze Arbeitslosen- und Rentenbeiträge gezahlt werden, die keinerlei Ansprüche begründen. Der Bundestag hat nun beschlossen, diesen Missstand zu beseitigen:

 

  • Jenseits der Regelaltersgrenze fällt der Arbeitslosenversicherungsbeitrag, den Arbeitgeber bisher zu zahlen hatten, weg.
  • Die Rentenversicherungsbeiträge der Arbeitgeber begründen nun auch jenseits der Regelaltersgrenze zusätzliche Rentenansprüche für die Angestellten, wenn die Arbeitnehmer freiwillig ebenfalls die regulären Rentenbeiträge leisten.
  • Wie vom Wirtschaftsrat seit langem gefordert, soll ein säulenübergreifendes Renteninformationssystem geschaffen werden, das den Bürgern ihre individuellen Versorgungslücken klar vor Augen führt. Ziel ist es, die Menschen so zu einer längeren Erwerbstätigkeit und mehr Eigenvorsorge zu motivieren.

Die Bundesfachkommission Arbeitsmarkt und Alterssicherung wird in diesem Jahr u.a. folgende Schwerpunkte setzen und mit den politischen Schlüsselakteuren beraten:


  •  Arbeit 4.0 voranbringen, Arbeitszeitgesetz und Arbeitsstättenverordnung flexibilisieren
  •  Fachkräftemangel bekämpfen, Einwanderungsgesetz für mehr qualifizierte Zuwanderung schaffen, ungesteuerte Immigration begrenzen
  • Integration anerkannter Asylbewerber in Beschäftigung voranbringen, Verriegelung des Arbeitsmarktes lockern
  • Gesetzliche Rentenversicherung stabilisieren, Lebensarbeitszeit weiter verlängern
  • Eigenverantwortliche Altersvorsorge stärken, Anrechnung auf die Grundsicherung verringern,
  • Förderung ausbauen, Anlagen in Aktien und Immobilien erleichtern
  • Mehr Transparenz in der Alterssicherung schaffen, gesetzliche, betriebliche und private Vorsorgeansprüche zusammenführen
Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
Rainer Tögel 
Rainer Tögel
Mitglied des Vorstands
ERGO Versicherungsgruppe AG
Düsseldorf
„Nur ein flexibler Arbeitsmarkt und intensive Qualifizierungsanstrengungen bieten den zahllosen Flüchtlingen die Chance auf Integration in Beschäftigung und damit gesellschaftliche Teilhabe. So vermeiden wir das Entstehen von Parallelgesellschaf-ten, entlasten gleichzeitig unsere Sozialsysteme und lindern den Fachkräftemangel der Betriebe in Deutschland.“
Manfred Bauer
(Stellv. Vorsitzender)
Mitglied des Vorstandes
MLP AG, Wiesloch

Prof. Dr. Andreas Hackethal

(Stellv. Vorsitzender)
Studiendekan
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Univeristät, Frankfurt am Main

Kontakt
Dr. Holger Fricke
Stellvertretender Leiter Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik; Bereichsleiter Arbeitsmarkt, Alterssicherung, Gesundheit

Telefon: 030 / 240 87-211
Telefax: 030 / 240 87-205

h.fricke@wirtschaftsrat.de

Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Luisenstraße 44
D-10117 Berlin