10. Juni 2013
"Brandenburg muss Berlin-Touristen mehr umwerben"
Israelischer Gesandter spricht auf dem Empfang des Wirtschaftsrates Südbrandenburg
Berlin zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Israelis. Brandenburgs Tourismus könnte davon profitieren – wenn die Hauptstadt-Gäste mehr umworben würden.

Diesen Ratschlag gab Emmanuel Nahshon, stellvertretender israelischer Botschafter in Deutschland, auf dem Jahresempfang der Sektion Südbrandenburg des Wirtschaftsrates. Ihn konnte Sektionssprecher Peter Kopf im Cottbuser Radisson Blu Hotel zur mittlerweile traditionellen Veranstaltung ebenso begrüßen wie zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft. Auch Bundesgeschäftsführer Dr. Rainer Gerding war nach Cottbus gekommen und lobte die Sektion Südbrandenburg als „eine unserer aktivsten“.


Gesandter Emmanuel Nahshon war eingeladen worden, um zum Thema „Israel und Deutschland – ein Überblick über die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit und deren Einfluss auf das Land Brandenburg“ zu sprechen. Er sah günstige Perspektiven, die Kooperation zwischen Israel und Brandenburg zu intensivieren. Allerdings gäbe es mentale Unterschiede: „Bei uns ist man flexibel und risikobereit“, in Europa gehe man vorsichtiger zu Werke und sei nicht so spontan. Aber für Israel und Brandenburg gelte, unbedingt die wichtigste Ressource zu weiterzuentwickeln – „kluge Köpfe“.


Möglichkeiten einer israelisch-brandenburgischen Zusammenarbeit sah Nahshon in den Bereichen HighTech und erneuerbarer Energien: „Wir benötigen bessere Speichermöglichkeiten und ein intelligentes Energiemanagement.“ Dazu böten sich Business-Partnerschaften zwischen Brandenburg und Israel an. „Wir sind das innovativste Land der Welt“, so der Gesandte.


Seinen Zuhörern - den Unternehmern der Region - gab Nashon einen weiteren Rat: Brandenburg sollte die Zusammenarbeit mit Polen intensiveren: Auch aus israelischer Sicht ist die deutsch-polnische Kooperation wichtig. Sie leben im Zentrum Europas und nicht im Osten Deutschlands. Daraus können Sie etwas machen.“