21. März 2011
Bildungsminister Christoph Matschie beim Wirtschaftsrat in Erfurt:
Mit Bildungspolitik parteiübergreifend Leistungsbereitschaft fördern
Eine moderne Bildungspolitik sollte unabhängig von Parteipolitik vorrangig die individuelle Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft unserer Kinder stärken und bei der Schulentwicklung Wert auf einen möglichst breiten Konsens zwischen Eltern, Lehrern und Schülern legen. Über diese Zielrichtung in der Bildungspolitik waren sich die rund 40 Teilnehmer beim Frühstücksgespräch des Wirtschaftsrates in Erfurt mit dem Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, einig.

 „Wir müssen akzeptieren, dass es unterschiedlich intelligente Menschen gibt, die jeweils einer unterschiedlichen Förderung bedürfen“, ergänzte der Sprecher der Sektion Erfurt im Wirtschaftsrat, Dr. Andreas Stute. Auch angesichts der demographischen Entwicklung und eines sich verschärfenden Fachkräftemangels hält er eine möglichst individuelle Förderung der Schüler für vorrangig. „Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen auf der Strecke zurückzulassen,“ betonte er. In den vergangenen 40 Jahren sei die Bildungspolitik viel zu sehr eine „Spielwiese für Politiker jeglicher Couleur“ gewesen. Daran sei nicht zuletzt auch das föderal aufgebaute Bildungssystem in Deutschland Schuld.

 

Mit seiner Forderung nach bundeseinheitlichen Leistungsstandards und Abschlüssen stieß er beim Minister auf offene Ohren. Auch Matschie ist „nicht glücklich darüber“, dass sich 16 Bundesländer darüber verständigen müssen und würde sich entsprechende Kompetenzen in Bundeshand wünschen. Er versuche mit seiner Bildungspolitik keine Kuschelpädagogik zu verankern, sondern in den unterschiedlichen Altersstufen die individuelle Leistungskraft der jungen Menschen zu stärken, so der Minister. Dafür forderte er die Bereitschaft der Betroffenen ein, umzudenken und sich einzubringen. In keinem anderen Bundesland gebe es eine bessere Schüler-Lehrer-Relation als in Thüringen, sagte Matschie.

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