21. April 2015
Besichtigung der KSG Leiterplatten GmbH
Zahlreiche Mitglieder der Sektion Chemnitz waren an diesem Abend der Einladung der Sektionssprecherin, Margret Gleiniger, gefolgt, um sich einleitend einen Überblick über die Landesverbands- sowie Bundesarbeit des Wirtschaftsrats zu verschaffen und anschließend die KSG Leiterplatten GmbH zu besichtigen.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Die Arbeit im Landesverband Sachsen im Jahr 2014, so berichtetet Margret Gleiniger, die im März 2015 auch erneut neben den Chemnitzer Sektionsvorständen, Frau Dr. Steinbach sowie Herrn Prof. Fuchs, in den Landesvorstand gewählt wurde, war geprägt durch die Arbeit am Grundsatz- und Positionspapier 2014-2019, welches im Vorfeld der Landtagswahl Grundlage der Diskussionen mit den im Landtag vertretenen Parteien war. Positiv anzumerken ist hier, dass zahlreiche Forderungen auch nach der Wahl Einzug in den Koalitionsvertrag gefunden haben. Nun gilt es, die Umsetzung dieser manifestierten Positionen zu verfolgen sowie bei den berechtigten Ansinnen, die keine Beachtung gefunden haben, nachzufassen.
Abgerundet wurden die Ausführungen von Magret Gleiniger, die auch Mitglied im Bundesvorstand des Wirtschaftsrats ist, mit aktuellen Informationen zur Arbeit auf Bundesebene. Insbesondere das BFH-Urteil zur Erbschaftsteuer sowie die überzogenen Korrekturen des Bundesfinanzministers, Dr. Schäuble, die schon kleine mittelständische Unternehmen in der Nachfolgeregelung gefährden können waren hier Diskussionsgegenstand. Mit Blick auf die auf Sachsen nach 25 Jahren Deutsche Einheit nunmehr zukommende Welle der Firmennachfolgeregelungen werden sich hier insbesondere bei den gesunden Mittelständlern Hindernisse aufbauen, die es im Sinne eines weiteren Wachsens des noch sehr kleinteiligen sächsischen Mittelstands zu verhindern gilt.
Die auf Bundesebene des Wirtschaftrats geforderte „Rote Linie für die Reparatur des Erbschaftsteuerrechts“, gilt es auf allen Ebenen mit Vehemenz zu unterstützen.
Link: http://bit.ly/1zLwDkA

Allen Anwesenden folgten anschließend interessiert den Ausführungen zur Geschichte der KSG von der Strumpf-Fabrik 1878 bis zum drittgrößten Leiterplattenhersteller der Bundesrepublik. Die KSG Leiterplatten GmbH fertigt am Standort das gesamte Sortiment an Leiterplatten und beliefert damit von der Industrieelektronik über Daten-, Nachrichten- und Medizintechnik sowie Automobilelektronik die gesamte Breite des deutschen Mittelstands.
Beim anschließenden Betriebsrundgang waren alle Gäste neben dem imposanten Maschinenpark insbesondere beeindruckt von der internen Steuerung, die es ermöglicht, 1500 unterschiedliche Produktionsaufträge im rollenden Dreischicht-Betrieb parallel abzuarbeiten.