07. November 2017
Baden-Württembergs Rolle in einer vernetzten Welt
Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut beim Jungen Wirtschaftsrat
„Baden-Württembergs Rolle in einer vernetzten Welt“ – unter diesem Titel stand die Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrats gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg in der BMW-Niederlassung in Stuttgart-Vaihingen. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, berichtete nicht nur über Baden-Württembergs wirtschaftliche Situation, sondern ging auch auf zentrale Themen wie beispielsweise die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung ein.
Marcus Ewald, Bundesvorsitzender des Jungen Wirtschaftsrats, moderierte die Fragerunde mit der Ministerin (Foto: WR)

„Baden-Württemberg ist die wirtschaftsstärkste Region in Europa“, erklärte Hoffmeister-Kraut am Dienstagabend. Damit dies jedoch auch so bleibt, müssten Politik und Wirtschaft verstärkt aufeinander zugehen.

 

Das Thema „Baden-Württembergs Rolle in einer vernetzten Welt“ beleuchtete die Ministerin von verschiedenen Seiten. So versuchte sie den Unternehmern näher zu bringen, dass „vernetzte Welt“ nicht nur die Digitalisierung bedeutet, sondern vielmehr auch Globalisierung.

Christine Clement aus dem Landesvorstand der Wirtschaftsjunioren überreichte der Ministerin das Buch "Motor für Wandel & Digitalisierung", ein Projekt unseres Mitglieds Fiona Beenker, Inhaberin von Beenker & Kollegen (Foto: WR)

Baden-Württemberg sei Exportland und gerade die Automobilbranche zähle zu den größten Exporteuren des Landes. Laut Hoffmeister-Kraut ist unsere Wirtschaft gut aufgestellt und auch die Weltwirtschaft werde noch weiter wachsen. Doch gerade jetzt, wo es unserer Wirtschaft gut gehe, dürften wir uns auf derzeitigen Erfolgen nicht ausruhen. Das digitale Zeitalter, betonte die Ministerin, sei eine Herausforderung, denn nicht nur wir, „sondern auch die Konkurrenz ist gut aufgestellt“.


Wichtig sei auch, sich die Digitalisierung gerade beim Thema Bildung mehr zu Nutze zu machen. „Schulbildung muss digitaler werden“, forderte die Ministerin, und zwar gerade deshalb, weil digitale Qualifikationen immer mehr als Grundvoraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt gelten.

Jedoch drehte sich an diesem Abend nicht alles nur um die Wirtschaft. Auch die Ergebnisse der Bundestagswahl und die derzeitigen Sondierungsgespräche blieben von der Ministerin nicht unkommentiert. „Das gute Abschneiden der AfD muss uns zu denken geben“.

 

Hoffmeister-Kraut nannte zwei zentrale Punkte, die die neue Regierung zu bewältigen habe: Zum einen müsse das Wahlergebnis mit Demut angenommen werden, zum anderen das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen werden.


Neuwahlen, betonte die Ministerin, seien keine Option: „Die Verhandlungspartner müssen sich der Verantwortung, die sie gegenüber den Bürgern haben, bewusst sein.“ Sie betonte, dass die politische Verantwortung darin bestehe, Lösungen zu finden. Die Sorgen der Bürger müssten aufgegriffen und ernst genommen werden. Und genau auf diese Sorgen müsse die Politik ehrliche Antworten finden. Gerade beim den Themen Digitalisierung und der damit verbundenen Technologien muss sich der Bund offen positionieren. „Technologieoffenheit muss über allem stehen“, so der Appell von Hoffmeister-Kraut.