20. September 2011
Arbeitsmarktpolitisches Gespräch und Vorstellung des Arbeitsmarktmonitors
Mit Horst Sahrbacher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rastatt
Rastatt. Baden-Württemberg gilt als Land der „Hidden Champions“. Die demographische Entwicklung bringt es mit sich, dass auch hierzulande der Fachkräftemangel allmählich spürbar wird. Gerade für unser Bundesland als Land der „Tüftler und Denker“ ist qualifizierter Nachwuchs von enormer Bedeutung. Wie ist es um die Beschäftigungsfähigkeit, der sogenannten „Employability“ der Jugendlichen und Absolventen bestellt? Welche Bedeutung hat die Leiharbeit? Was sind Arbeitsmodelle der Zukunft?

Horst Sahrbacher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rastatt, hat die Unternehmer und Unternehmerinnen der Sektion Baden-Baden/Rastatt zum arbeitsmarktpolitischen Gespräch in sein Haus eingeladen. In seinem Vortrag hat er diese und weitere Fragen mit den Teilnehmern erörtert und diskutiert. Zudem ist er umfassend auf den „Regionalen Arbeitsmarktmonitor“ eingegangen. Mit diesem Analysetool der Bundesagentur für Arbeit können zukünftige Entwicklungen in räumlich begrenzten Arbeitsmärkten eingeschätzt werden. Ziel ist es, regionale und lokale Besonderheiten zu erkennen und rechtzeitig auf spezifische Anforderungen zu reagieren.

Dr. Roman Glaser, Horst Sahrbacher

Die Strukturen des Arbeitsmarktes sind dynamisch. Durch die Wirtschaftskrise wurden Prozesse noch beschleunigt: Technologisierung und Globalisierung nehmen weiter zu. Manche Regionen erholten sich bereits vom Konjunkturabschwung, in anderen Regionen geht es nur langsam aufwärts. Gerade im von der Krise früher und härter getroffenen Südwesten ist der Fachkräftebedarf im Aufschwung wieder angestiegen, zudem wächst der Druck der Demografie.

 

Das neue Analyseinstrument der Arbeitsagenturen unterstützt die Arbeitsmarktakteure in den Regionen, langfristige Beschäftigungsstrategien zu entwickeln. Kurz gesagt: Er bringt Menschen und Wissen zusammen.

Dr. Roman Glaser, Sprecher der Sektion Baden-Baden/Rastatt lobte die arbeitsmarktpolitischen Bestrebungen und schloss damit ab, dass „sich auch der Wirtschaftsrat intensiv mit den drängenden Fragen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels auseinander setzt, um den Fachkräftebedarf der Region auch künftig zu sichern“.