19. März 2013
Aquakultur - eine Art der Lebensmittelversorgung für die Zukunft
Wolfgang Holzhauer, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates im Saarland, konnte zu einer interessanten Diskussionsrunde Prof. Dr. Uwe Waller von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes zum Thema „Marine Aquakultur“ begrüßen.
Prof. Dr. Uwe Waller (Foto: Wirtschaftsrat)

Die zahlreich erschienenen Unternehmerkollegen machten deutlich, dass dieses Thema nicht nur im Hinblick auf eine nachhaltige Versorgung der Bevölkerung in Deutschland mit Fischprodukten, sondern auch aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht von großem Interesse ist. In Deutschland, so Waller, würden 88 Prozent aller verarbeiteten Fische importiert. Nur zwölf Prozent würden durch die Binnenfischerei in Deutschland selbst erzielt. Im Hinblick auf die gesamte globale Versorgungslage werde bis zum Jahr 2030 damit gerechnet, dass ca. die Hälfte der Fischproduktion aus Aquakulturen stammen werde. Dabei machte Waller deutlich, dass gerade die landbasierte Fischproduktion nicht energieintensiver sei als die herkömmliche Fischerei. Die landbasierte Kreislaufproduktion von Fisch entkoppele die Umweltgefahren, sei eine nachhaltige und umweltkompatible Produktion, die zugleich die Ressourcen effizient nutze, Frische, Qualität und Lebensmittelsicherheit garantiere und schnell auf Marktveränderungen reagieren könne. Darüber hinaus werde durch Wasser-, Energie- und Nährstoffrecycling auch der Umwelt in hervorragendem Maße Rechnung getragen.

Wallers Prognose: Die Aquakulturanlage in Völklingen, die durch die HTW-Forschung begleitet werde, produziere ab Ende 2013 650 Tonnen Fisch pro Jahr!