29. September 2015
Ansiedlungserfolge im Herzogtum Lauenburg
Zunächst habe man ihn für verrückt erklärt, als er vor zehn Jahren als neuer Wirtschaftsförderer Schwarzenbeks den Blick nach China rich tete, so Andreas Thiede, Bürgermeister der Stadt Lauenburg vor der Sektion Herzogtum Lauenburg. Schon nach wenigen Jahren konnte die Stadt jedoch auf eine gute Handvoll chinesischer Ansiedlungen und auf eine Vielzahl weiterer Kooperationen zurückblicken.
Bürgermeister Andreas Thiede spricht zur Sektion Herzogtum Lauenburg / Foto: Stadt Lauenburg

Zudem habe man eine Städtepartnerschaft zwischen Schwarzenbek und Haimen aufgebaut und damit zwei Vororte der Metropolen Hamburg und Shanghai zusammengeführt, die wiederum seit 1986 in ähnlicher Art und Weise äußerst erfolgreich kooperieren. Als Bürgermeister der Stadt Lauenburg konnte Andreas Thiede an der positiven Entwicklung anknüpfen und vorhandene

Verbindungen weiter zum Wohl der Region einsetzen.

 

Wie im Einzelnen und welche Hürden zu nehmen waren, darüber berichtete er den interessierten Zuhörern. Wenngleich sich nicht alle Pläne im Rahmen der Erwartungen verwirklichen ließen, so scheinen die Möglichkeiten fast grenzenlos – und tatsächlich ist das bislang Erreichte bemer-kenswert. Immer die Chancen im Fokus und unaufhaltsam im Wirken für eine engere Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Kulturen half ihm vor allem das persönliche Vertrauen zwischen den Akteuren.

 

Bürokratische Hindernisse konnten so erfolgreich abgebaut werden. Dafür sei er beispielsweise kurzfristig nach China geflogen, um mit dem deutschen Generalkonsul über die Folgen der Ablehnung eines Visums für die Einreise der Ehefrau eines Investors zu diskutieren. Die Auflagen seien anschließend deutlich gelockert worden. Die Wirtschaftsförderung des Landes hat ihn in seinem Wirken immer unterstützt, und auch in der Welthandelsmetropole Hamburg spüre er inzwischen gegenseitigen Respekt. Im Gegensatz zu Unternehmensvertretern gelte er in China als Vertreter der staatlichen Verwaltung, was dort einen anderen Stellenwert habe.

 

Das Budget für diese Aktivitäten sei in Lauenburg mit 10.000 Euro allerdings recht überschaubar. Rudolf Freiherr von Schröder dankte als Sektionssprecher herzlich für die gewonnenen Einsichten und für das Angebot, Mitgliedern des Wirtschaftsrates bei Bedarf den Weg in das Reich der Mitte zu bahnen. BZ

Kontakt
Dr. Bertram Zitscher
Landesgeschäftsführer
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