25. April 2019
Region Unterelbe - idealer Standort für Energiewende 5.0 durch Synergien
Mittagsgespräch zum Thema: „Chancenregion Unterelbe – mit LNG und Wasserstoff die Weichen stellen“ mit Oliver Grundmann MdB, Mitglied des Deutschen Bundestages, Manfred Schubert, Geschäftsführer der LNG Stade GmbH und Stefan Schrank, Projektleiter des Wasserstoffzuges der Firma Alstom.
Die Sektion Elbe-Weser des Wirtschaftsrates Niedersachsen lud ein zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Diskutiert wurde über die Chancen und Vorteile, welche sich aus der Nutzung von Wasserstoff und LNG insbesondere für Verkehrssektoren ergeben können.
v.l.n.r. Stefan Schrank, Projektleiter des Wasserstoffzuges der Firma Alstom; Dirk Abeling, Landesgeschäftsführer des Landesverbandes Niedersachsen; Cindy Brammer-Gallien, Assistentin des Landesgeschäftsführers des Landesverbandes Niedersachsen; Enak Ferlemann MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur; Manfred Schubert, Geschäftsführer der LNG Stade GmbH; Michael de Reese, Sektionssprecher der Sektion Elbe-Weser; Oliver Grundmann MdB, Mitglied des Deutschen Bundestages und Dr. Norbert Wolter, Geschäftsführender Gesellschafter der Bardenhagen Verwaltungs GmbH (Foto: Lisa Masthoff)

Mitglieder und Gäste wurden von Michael de Reese, Sprecher der Sektion Elbe-Weser, in den Räumen des Restaurants Die Insel herzlich willkommen geheißen. Oliver Grundmann MdB, Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, begrüßte anschließend die Anwesenden und bedankte sich dafür, dass sich der Wirtschaftsrat diesem zentralen Thema widme. „Was die Erfindung des Geldes für das Tauschgeschäft ist, wird Wasserstoff für den Energiebereich sein“, leitet Grundmann seinen Vortrag ein. Wasserstoff könne zum einen direkt in Brennstoffzellen genutzt werden, wie es beispielsweise in japanischen Automodellen bereits Anwendung findet. Zum anderen ließe sich durch die Kombination mit Kohlenstoffdioxid jeder Kraftstoff herstellen. Eine schadstofffreundlichere Alternative zu den traditionellen Treibstoffen. Dafür müssten keine neuen Motoren entwickelt werden. Für die direkte Nutzung von Wasserstoff als Energieträger fehle jedoch die Infrastruktur.

 

Manfred Schubert, Geschäftsführer der LNG Stade GmbH, verdeutlichte den Anwesenden die praktische Anwendung von LNG anhand seines Unternehmens und stellte hierzu den Plan für den LNG-Import-Terminal vor. Auch Schubert ging intensiv auf die Standortvorteile Stades im Gegensatz zu den Mitbewerbern ein. Vor allem das Gasleitungsnetz in Richtung Hamburg mache Stade zum idealen Standort. Des Weiteren würden sich die Hauptabnehmer in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Das Aluminiumwerk AOS und vor allem die Dow, welche wiederum die benötigte Wärme bereitstellen könne, um LNG wieder in ein normales Gas umzuwandeln.

 

Ein weiteres praktisches Beispiel wurde von Stefan Schrank, Projektleiter des Wasserstoffzuges der Firma Alstom, vorgestellt. Schrank stellte den Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates das einzigartige Projekt Coradia iLint, ein Wasserstoff- Brennstoffzellenzug, vor. Coradia iLint fahre elektrisch, der Strom komme jedoch nicht aus der Oberleitung, sondern würde durch die Brennstoffzellentechnik selbst produziert. Seit 2018 sei der wasserstoffbetriebene Zug im Elbe-Weser-Raum im Einsatz und erfreue sich rege Beliebtheit. Das Land Niedersachsen habe 14 weitere dieser Züge in Auftrag gegeben.

 

Nach den spannenden Vorträgen konnten die Anwesenden Fragen an die Redner stellen. Es folgte ein reger Austausch über die möglichen Erfolgschancen des LNG-Terminals sowie über die einzigartige Technologie des Brennstoffzellenzuges.

 

Wir bedanken uns bei den Herren Grundmann, Schubert und Schrank für die aufschlussreichen Vorträge.