05. Juni 2018
Keine zusätzlichen Geldtöpfe für Schuldenländer
Interview mit Wolfgang Steiger in der Nordwest Zeitung

Im Interview in der „Nordwest Zeitung“ reagiert Wolfgang Steiger auf Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Vorschlägen des französischen Staatspräsidenten Manuel Macron. Als enorm wichtig und begrüßungswürdig stellt Wolfgang Steiger das stärkere gemeinsame EU-Engagement in der Sicherheitspolitik heraus. Zum Thema Vergemeinschaftung von Schulden macht er jedoch deutlich, dass weitere Transfergelder keineswegs hilfreich sind, um die EU-Mitgliedstaaten zu mehr Eigenständigkeit zu verhelfen. „Das Signal für zusätzliche Transfers geht zu weit, denn immer mehr Geld in die unsolideren Partnerländer zu schwemmen, deckt nur deren bis heute nicht behobene Strukturprobleme zu.“ Wolfgang Steiger betont weiter: „Es gibt keine unkonditionierten Hilfen. Jedes Land ist zuerst verpflichtet, seine Haushalte zu konsolidieren und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft herzustellen.“ 

Vorhandene EU-Töpfe und die derzeitige EZB-Politik lassen keinen Bedarf an weiteren, größeren Transfers entstehen. “Mal auf den Punkt gebracht: Außer in Frankreich, wo Präsident Macron gerade mit seinen Reformen sich mächtig ins Zeug legt, waren die riesigen Transfers und das billige Geld der EZB absolut kontraproduktiv. Sie haben etwa in Italien für eine weitere Erhöhung der Staatsschulden gesorgt.“, führt Wolfgang Steiger im Interview weiter aus. Zehn Staaten aus Nord- und Mitteleuropa haben bereits in einem gemeinsamen Papier ihren Widerstand gegen immer größere Transfertöpfe zum Ausdruck gebracht. 


Lesen Sie das Interview in der Nordwest Zeitung in voller Länge in unserem Presseecho.

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