28. Mai 2018
Italien darf uns nicht erpressen!
Gastbeiträge von Wolfgang Steiger im Focus und Weser Kurier

Zu den aktuellen Entwicklungen in Italien zeigt sich der Wirtschaftsrat der CDU besorgt um die Zukunft der Gemeinschaftswährung und sieht vor allem Deutschland in finanzieller Bedrängnis. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates schreibt in dem aktuellen Focus in einem Gastbeitrag: „Was sich in Italien anbahnt, ist brandgefährlich und kann zum Endspiel für den Euro werden. Eine Europapolitik des Durchwurschtelns seit Beginn der Euro-Krise 2010 hat uns in eine Situation gebracht, in der wir erpressbar sind. Denn Schuldner und Gläubiger haben ihre Positionen getauscht: Der Schuldner beginnt, die Gläubiger das sind alle solideren Euro-Partner massiv unter Druck zu setzen“. 

„Klar ist: Die Bundesregierung darf sich nicht erpressen lassen und schon gar nicht einer Mithaftung deutscher Sparer durch eine gemeinsame europäische Einlagensicherung zustimmen“, bekräftigt Wolfgang Steiger weiter. Die nationalistischen Lega-Ökonomen drohen zudem mit der Einführung einer Parallelwährung, was die Fliehkräfte Europas noch weiter verstärken würde. Die europäischen Institute sind jetzt aufgefordert zu reagieren und nicht tatenlos zuzusehen wie Europa weiter unter Druck gerät. Daher sind Konsequenzen seitens der EZB, der Europäischen Kommission und ein gemeinsames Handeln der EU-Staaten zwingend erforderlich.


Im Weser Kurier warnt Wolfgang Steiger vor einem Weiter-So in den Diskussionen der Europa-Politik. Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien und Albanien, die weiter schwelende Euro-Krise, die Folgen des Brexit und die tief greifenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gemeinschaft stellt Europa auf eine schwere Bewährungsprobe. Wolfang Steiger kritisiert die Reformideen von Emmanuel Macron und Jean-Claude Juncker: „Dieses Vorwärtsdrängen im Integrationsprozess wird dem europäischen Projekt mehr schaden als nutzen.“ Das Vergrößern der Transfertöpfe und mehr Vergemeinschaftung von Schulden und Risiken schaden einer großen Idee, für die es weiterhin zu kämpfen lohnt.


Lesen Sie hier den vollständigen Focus-Beitrag in unserem Presseecho.

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