12. Oktober 2017
JuWi trifft Adrian Grasse
Die Arbeit als Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus muss eine Teilzeittätigkeit sein!
Seit einem Jahr repräsentiert Adrian Grasse MdA seinen Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf für die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Entgegen seiner Erwartungen zu Beginn seiner Mandatsausübung musste er feststellen, dass viele Abgeordnete keinem Beruf neben der Tätigkeit im Abgeordnetenhaus nachgehen und teilweise auch zuvor keine Erfahrungen im Arbeitsalltag gesammelt haben.
Adrian Grasse MdA (Foto: Wirtschaftsrat)

Für eine große Stadt wie Berlin sei Berufserfahrung wichtig, um die Herausforderungen in der Stadt angehen zu können. Vielen seiner Kollegen fehle die Berufserfahrung und dadurch auch der Sachverstand, um Probleme besser einschätzen und analysieren zu können. Herr Grasse selbst ist Vice President des Head Office der Siemens AG in Berlin.

 

Das Setzen von Schwerpunkten und eines Agenda-Settings hat er im Beruf erlernt und will es auf den politischen Bereich übertragen: „Besonders für den botanischen Garten habe ich mich sehr eingesetzt. Leere Gewächshäuser sind inakzeptabel und der botanische Garten darf nicht von der Stadt ignoriert werden. Ich habe mich sehr für ein erfolgreiches Fortbestehen eingesetzt.“Zudem kritisierte Herr Grasse, dass viele seiner Kollegen den Fokus auf den inneren Bereich der Stadt Berlin setzen und die Außenbezirke häufig außen vorgelassen würden.


Nach seinem Input folgte eine rege Diskussion mit den Teilnehmern im Café Einstein Unter den Linden, bei der die schwierige Wohnsituation in Berlin aufgegriffen wurde, die Herr Grasse auch schon in seinem Vortrag thematisiert hatte. Anschließend erfolgte der Übergang insbesondere zu politischen Themen auf Bundesebene, wie den anstehenden Koalitionsverhandlungen und die zukünftige Ausrichtung der Union, um die Bürger wieder besser erreichen zu können.