08. November 2016
Internationalisierung eines Familienunternehmens
Vorstand Michael Koenig gibt Einblick in die Geschäftsfelder der Lehnhoff Hartstahl GmbH
Michael Koenig (orangefarbene Weste) erklärt die Produktion (Foto: Wirtschaftsrat)

Als klassisches Familienunternehmen gegründet und etabliert, geht Lehnhoff Hartstahl seit 2016 neue Wege. Vorstand Michael Koenig sagt dazu schmunzelnd: „Seit dem 1. Januar 2016 haben wir 47 000 neue Kollegen“.

 

Am Standort Steinbach sind rund 230 Mitarbeiter beschäftigt. Produziert wird auf 16 000 qm Fläche. 

"Seit dem 1.1.2016 haben wir 47 000 Kollegen" Koenig zu Chancen und Herausforderungen der Internationalisierung (Foto: Wirtschaftsrat)

Das Unternehmen gehört zu den führenden Hersteller für Baggerlöffel und Schnellwechslersysteme und ist seit diesem Jahr eine 100%-Tochter von Komatsu. So könne man, erläuterte Koenig, die Mehrmarkenstrategie weiter ausbauen, das bestehende Komatsu-Vertriebsnetz nutzen und den Markt noch besser erschließen. Auch im Export schlummere noch ungenutztes Potential, das mit dem derzeitigen Schnellwechsler-System jedoch nicht gehoben werden könne. Parallel wird deshalb an einem neuen System gearbeitet. Kopien gebe es viele, so Koenig „das Original gibt’s aber nur bei uns".

Sektionssprecher Konrad Walter (rechts) dankte für die Einblicke: "Spannend und toll, welche Hidden Champions wir hier in der Region haben!" (Foto: Wirtschaftsrat)

Koenig berichtete offen und gab Einblick in die aktuelle Entwicklung. Die Integration in den Konzern böte viele Chancen, so der Vorstand. Es gebe jedoch auch eine Menge Herausforderungen. Wer am Standort Steinbach seit 30 Jahren als Meister beschäftigt sei, tue sich nicht leicht mit dem Identitätswechsel. Dennoch könne man die Augen nicht verschließen, müsse nach vorne blicken und die Wirtschaftlichkeit und das Potential des Unternehmens in den Fokus rücken.