14. September 2016
Forschungsausgaben deutlich intensivieren
Landesvorsitzender Andreas Mau: Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern hinken hinterher

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, fordert die Landesregierung zu mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung auf. „Die Innovationskraft unserer Wirtschaft ist die Voraussetzung für Wohlstand und die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen. Hier hinken wir hinter anderen Bundesländern hinterher“, sagt Wirtschaftsrats Landesvorsitzender Andreas Mau.


Laut einer aktuellen Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft schafft es Mecklenburg-Vorpommern nicht, das Ziel der Bundesregierung und der EU zu erreichen, die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.


In Baden-Württemberg wenden allein die Unternehmen einen Betrag von 3,8 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung auf. Zusammen mit den entsprechenden steuerfinanzierten Aktivitäten von Hochschulen und staatlichen Instituten ergibt sich eine Gesamtquote von 4,8 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen machen die Gesamtausgaben nur 1,8 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung aus. Also nicht einmal die Hälfte!


Landesvorsitzender Andreas Mau sieht erheblichen Nachholbedarf: „Unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern muss in den kommenden Jahren stärker zu einer Wissens- und Gründergesellschaft werden, um die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts zu gewährleisten. Ein immer höherer Anteil der Wertschöpfung entfällt auf Wirtschaftsbranchen, die durch besonders hohe Wissensintensität gekennzeichnet sind. Die Forschungspolitik muss sich darauf konzentrieren, hoch qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, das geistige Eigentum unbürokratischer abzusichern, sowie die innovationspolitischen Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern. Denn höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung und damit die Grundlage für wirtschaftspolitische Erfolge sind allemal sinnvoller für nachhaltige Beschäftigung als zusätzliche Sozialausgaben.“


„Der Wirtschaftsrat fordert eine Initiative der zukünftigen Landesregierung, in den kommenden fünf Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,0 Prozent des BIP zu erhöhen, so Andreas Mau. Dabei sei es vor Allem notwendig, durch unkonventionelle Maßnahmen seitens der Landesregierung die FuE Anstrengungen der vorwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern weit überdurchschnittlich zu verbessern. Die zunehmend bessere Internet-Anbindung in unserem Land zeige, wie Verbesserungen im wirtschaftlichen Bereich zum Nutzen aller Bürger Mecklenburg-Vorpommerns zügig entwickelt und umgesetzt werden könnten. 

Kontakt
Frank Roller
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
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