18. Oktober 2016
Kombination von Produktionstechnologien für den Fahrzeug- und Maschinenbau von morgen
Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E. h. Prof. Lothar Kroll, Direktor des Institutes für Strukturleichtbau der TU Chemnitz gibt Ausblicke auf die Zukunft des Fahrzeugbaus und erläutert am Beispiel des Batterieträgers des Audi R8 e-tron die Entstehung komplexer hybrider Leichtbaustrukturen als Technologiefusion aus Thermoformen, Spritzgießen und thermischem Verfügen.
Nach einleitender Begrüßung durch Sektionsvorstand Herrn Prof. Dr. Hilmar Fuchs vom Sächsischen Textilforschungsinstitut, der die Veranstaltung ermöglicht hat, stellte Herr Prof. Dr. Lothar Kroll zunächst die Fakultät Maschinenbau der TU Chemnitz vor, die mittlerweile auf Platz 7 aller deutschen Universitäten rangiert.
Prof. Dr. Lothar Kroll während seiner Ausführungen (Foto: Wirtschaftsrat)

Dies ist auch und insbesondere auf den Institutsverbund „Leichtbau“ an der TU Chemnitz zurückzuführen. Leichtbau ist dabei kein Selbstzweck. Gewichtsreduktion zum Beispiel im Automobilbau ist immer auch gleichbedeutend mit CO2-Reduktion. Am Technologiecampus der TU vereinen sich Textil- und Kunststoffforschung mit elektronischen Systemen sowie metallintensiven Technologien. 

 

Mit Stolz kann er darauf verweisen, dass aus dem SLK-Strukturleichtbau/ Kunststoffverarbeitung mit 2006 insgesamt 10 Mitarbeitern mittlerweile ein Verbund mit Cetex, Fraunhofer STEX und Anderen von aktuell ca. 400 Mitarbeitern geworden ist.

 

Dabei spielt auch das MERGE TECHNOLOGY CENTRE, Lightweight Structures, eine bedeutende Rolle. Die TU Chemnitz ist hier im Bereich Maschinenbau/ Produktionstechnik deutschlandweit eines von lediglich zwei Exzellenzclustern im Zukunftsthema Leichtbau. Materialleichtbau, Strukturleichtbau sowie Funktionsleichtbau werden hier zusammengeführt. Es werden ganzheitliche Wertschöpfungsketten für multifunktionale Leichtbaustrukturen geschaffen, das heißt Lösungen zu finden, komplexe Baugruppen oder Bauteile aus unterschiedlichen Materialien mit verschiedensten Anforderungen in möglichst einem Produktionsschritt (one-shot) zu fertigen.

 

Vor dem abschließenden get-together und ausführlichen bilateralen Gesprächen zur industriellen Fertigung von morgen, war es den interessierten Anwesenden möglich, einen Besichtigungsrundgang mit Prof. Dr. Kroll zu diesen zukunftsweisenden Produktionstechnologien zu machen. 

(Foto: Wirtschaftsrat)