20. Mai 2015
Betriebsbesichtigung und Unternehmensvorstellung der MIMOT GmbH
Lörrach. Rund 25 Mitglieder der Sektion Lörrach/Müllheim waren zu Gast bei der neuen MIMOT GmbH in Lörrach. Klaus Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter, stellte das Unternehmen vor und diskutierte mit den Teilnehmern über die Herausforderungen und Chancen eines mittelständischen Unternehmens, das in einem der meistumkämpften Märkte agiert.
Klaus Philipp stellt das Unternehmen vor. (Foto:WR)

Nach seinem Erfolgskonzept befragt sagt Philipp: „Ich habe früh schon erkannt, dass in der Optimierung von Prozessen ein enormes Potenzial liegt. In Deutschland hat man zu lange geglaubt wer viele Aufträge abwickeln möchte, bräuchte auch viel Material. Das ist falsch!“ Mehr Effizienz und mehr wertschöpfende Arbeit hat sich Jürgen Philipp mit der neuen MIMOT zum Ziel gemacht. Auf einem Markt, der geprägt ist von vielen Großunternehmen aus Fernost muss sich der Mittelständler aus Lörrach in einem harten Wettbewerb behaupten. Dennoch sagt Philipp „2015 ist unser Jahr, das Jahr der neuen MIMOT!“ Der deutsche Hersteller von Bestückungsmaschinen hat seinen Schwerpunkt auf das Management und die Optimierung der Prozesse seiner Auftraggeber gelegt und sieht darin große Chancen für die Zukunft. Philipp dazu „unser Ziel ist die Innovationsführerschaft innerhalb der kommenden Jahre auf dem europäischen Markt.“ 2 Mio. € hat das Unternehmen in den vergangenen 3 Jahre in Forschung und Entwicklung gesteckt. Dieser Invest zahlt sich aus. „Mit unserer mittelständischen Struktur und unseren flachen Hierarchien, können wir Innovationen schneller und unbürokratischer umsetzen als Großunternehmen. Das wird in Zukunft unser großer Vorteil sein“, sagt Philipp. 

(Foto:WR)

Gleichwohl verschweigt er nicht, dass der Weg kein einfach ist. Philipp dazu: „Mit der Übernahme des Unternehmens im Rahmen des Management Buy-Outs haben wir etwa 10-15 Jahre Innovationsstau übernommen.“ Um diesen Rückstau aufholen zu können, hat das Unternehmen Mitarbeiter aus dem Ruhestand zurückgeholt.  Deren Erfahrung sagt Philipp, sei goldwert und mache es möglich die gesteckten Ziele zu erreichen. Ein großes Problem hingegen sei die Gewinnung von qualifizierten neuen Mitarbeitern. Das Unternehmen arbeitet mit der Dualen Hochschule zusammen und bindet zukünftige Mitarbeiter schon früh an sich. Dennoch sagt Philipp „qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist insgesamt schwierig. Hier, angrenzend zur Schweiz ist es noch schwieriger.“ Das Unternehmen ist seit der Übernahme im Jahr 2010 von 23 auf 52 Mitarbeiter gewachsen. Fachkräfte zu finden sei aber so schwer wie ein 6er im Lotto und mache es unabdingbar teilweise auch mit Zeitarbeitsfirmen zu kooperieren.

(Foto:WR)

Im Anschluss an die rege Diskussions- und Fragerunde, führte Philipp die Mitglieder des Wirtschaftsrates persönlich durch das Unternehmen. Hans J. Friedrichkeit bedankte sich am Ende aufs Herzlichste beim Gastgeber. Philipp habe, so Friedrichkeit, auf ganz authentische und sympathische Art und Weise Einblicke in ein innovatives und zukunftsträchtiges Unternehmen gegeben. „Den Mut dieser Herren in der Geschäftsführung der MIMOT“ so Friedrichkeit, wünsche man sich von viel mehr Unternehmern. Vorankommen bedeute immer auch Verantwortung zu übernehmen und Risiken einzugehen, es bedeute aber auch die Früchte des Erfolgs mit Stolz präsentieren zu können.