29. August 2013
Was kommt nach der Wahl?
Direktkandidaten diskutieren mit Unternehmern des Wirtschafsrates

“Wer die Wahl hat, hat die Qual – was erwartet uns in der nächsten Legislaturperiode?“. Zu diesem aktuellen Thema gaben zwei Bundestagsabgeordnete und zwei, die es werden wollen, Mitgliedern der Wirtschaftsratssektionen Odenwald und Offenbach/Dieburg Informationen aus erster Hand.

Eingeladen waren zu dieser Diskussionsveranstaltung anlässlich des 50. Geburtstages des Wirtschaftsrates Deutschland die vier Direktkandidaten des Wahlkreises 187 (er umfasst Teile des Kreises Offenbach, Darmstadt-Dieburg und des Odenwaldkreis). Patricia Lips MdB (CDU), Dr. Jens Zimmermann (SPD, Bundestagskandidat), Dr. Heinrich Kolb (FDP) sowie Felix Möller (Bundestagskandidat der Grünen) erläuterten ihre bzw. die Vorstellungen ihrer Parteien vor allem zu den Themen Steuern, Bildung, Demografie und Altersvorsorge. Das Publikum hatte somit im direkten Vergleich die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen Standpunkte und Sichtweisen zu informieren und für sich selbst eine Bewertung vorzunehmen.

Dass die Äußerungen der Politiker auf das Interesse des Publikums stießen, zeigte die angeregte Diskussion, bei der auch mit Kritik nicht gespart wurde. Die Mitglieder des Wirtschaftsrates, meist mittelständische Unternehmer, hatten insgesamt eine gute Gelegenheit, ihre Wünsche an die Politik weiter zu geben und auf den Nägeln brennende Probleme anzusprechen. Als da sind: Sorge um die Wahlbeteiligung, wie geht es weiter mit der Energiewende (bezahlbare Energie, Sicherheit bei der Energieversorgung), angedrohte Steuererhöhungen, Infrastruktur oder flexible Arbeitsmärkte. Den Direktkandidaten wurde jedenfalls eine lange Liste Hausaufgaben mitgegeben.

Die Sektionssprecher Alexander Wilhelm (Offenbach/Dieburg) und Christoph Günther (Odenwald) sowie der Geschäftsführer der Videor E. Hartig GmbH, Jürgen E. Hagenlocher, hatten zuvor für verlässliche Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geworben, die die Politik zu schaffen hätte. Deutlich warnten sie vor weiteren Steuererhöhungen, die den Mittelstand lähmten und damit das System in Gefahr brächten. Deutschland sei derzeit der „Wachstumsmotor in Europa, aber auch der größte Geldgeber“, sagte Alexander Wilhelm. Christoph Günter in diesem Zusammenhang (Steuern): „Wir haben kein Einnahmeproblem“ – in den letzten 15 Jahren hätten sich die Steuereinnahmen von 400 Milliarden Euro auf 750 Milliarden fast verdoppelt – „sondern ein Ausgabenproblem.“ Und Jürgen E. Hagenlocher ergänzte, Steuergelder sollten nicht nach außen geschafft, sondern dafür verwendet werden, dass unsere Systeme, etwa zur Vorsorge, funktionierten.

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