16. Februar 2011
Kostensparen durch Einsatz von privaten Anbietern Landschaftsverband macht 110 Mio. Euro pro Jahr Verlust
v.l.n.r. Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Volkmar Schmidt, Sprecher der Sektion Warendorf (Foto: Wirtschaftsrat)

In seinem Überblick über die Leistungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe vor den Mitgliedern und Gästen der Sektion Warendorf betont Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Verbandes, dass der Regionalverband ein strukturelles Defizit von 110 Mio. Euro jährlich aufweise. Insbesondere die Sozialausgaben für Menschen mit Behinderung beliefen sich auf 2,454 Mrd. Euro pro Jahr. Als besondere Herausforderung sieht der Spitzenbeamte die scheinbar unaufhaltsam weiter steigende Tendenz dieser Kosten. Auch über den Fortbestand der Mittelinstanzen wurde diskutiert. Dass Kirsch die Notwendigkeit des Landschaftsverbandes unterstrich, überraschte ebenso wenig, wie seine Freude über die Garantieerklärung für den Landschaftsverband der Düsseldorfer Minderheitsregierung. Der Wirtschaftsrat dagegen betont die Notwendigkeit eines umfassenden Bürokratieabbaus sowie eine Revision der fünf Regierungspräsidien und zwei Landschaftsverbände. Deutlich wurde aber auch, dass aus Sicht der Unternehmer durch die Zulassung privatwirtschaftlicher Anbieter, mehr Kosteneffizienz zu erzielen sei.