12. Oktober 2011
Energiewende - Chancen und Risiken
Dr. Jürgen Hambrecht, ehemals Vorsitzender des Vorstands der BASF SE und Träger der Ludwig-Erhard-Gedenkmünze in Gold referierte im Wellendorff Schmuckpark Pforzheim
Pforzheim. Die Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektion Pforzheim gingen aktuellen Fragen der Energiewende nach. „Eine gesicherte Energieversorgung mit angemessenen Preisen ist für die deutsche Industrie absolut erforderlich. Bereits heute bezahlen wir die höchsten Energiepreise in Europa. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um den Standort Deutschland auch morgen zu sichern und die Unternehmen hier zu halten.“

Danach sprach Dr. Jürgen Hambrecht zu Chancen und Risiken der Energiewende. Jürgen Hambrecht studierte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und wurde dort 1975 in organischer Chemie promoviert. 1976 begann er seine Berufslaufbahn bei der BASF, deren Vorstandsvorsitz er am 6. Mai 2003 übernahm.

 

Er kennt damit die Belange und Erfordernisse für die deutsche Industrie wie kaum ein Anderer. Er veranschaulichte die Komplexität der Energieversorgungssysteme Europas und forderte eine „Energiepolitik mit Augenmaß, insbesondere Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Stormversorgung. Aber auch die Frage der Sozialen Akzeptanz spielt eine große Rolle.“

Dr. Jürgen Hambrecht spricht zu "Chancen und Risiken der Energiewende"

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit der anschließenden Diskussion mit diesem Unternehmer par Excellence und Leuchtturm der Sozialen Marktwirtschaft. Dieser schärfte den Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung. 

 

Dr. Hambrecht hat sowohl während seines Vortrags auf die Notwendigkeit des Monitorings der Energiewende hingewiesen, als auch mit einem dringenden Appell und Aufruf hierzu abgeschlossen: „Ein Monitoring ist dringend erforderlich, um Verlässlichkeit der Energie- und Stromversorgung zu gewährleisten. Wir brauchen hier ein konsequentes und zielgerichtetes Projektmanagement seitens aller Beteiligten und Entscheidungsträger!“