27. Januar 2011
VA Jahresauftakt bei der Fürstlich Castell’schen Bank Mannheim am 27.01.2011:
Wirtschaftsrat fordert konsequente Leitlinien für ein transparentes und stabiles Finanzsystem
Mannheim. Der Wirtschaftsrat bekennt sich klar zu einer neuen Stabilitätskultur und einen über-zeugenden Ordnungsrahmen der Finanzmärkte auf nationaler und europäischer Ebene. Angeregt diskutiert wurde in der Sektion Rhein-Neckar des Wirtschaftsrates der CDU im Hause der Fürstlich Castell’schen Bank in deren Niederlassung Mannheim über die Aufnahme der Schuldenbremse in die Verfassungen aller Länder der Eurozone, damit wieder Haushaltsdisziplin in der Europäischen Union einzieht.

Deshalb hat der Wirtschaftsrat die Forderung für eine Anschärfung des Stabilitätspaktes erneuert. Steffen Knaus, Sprecher der Sektion Rhein-Neckar: „Jede Verletzung muss einen finanziellen und politischen Preis haben.“ Die Forderung ist auf den Aufbau einer verlässlichen europäischen Finanzaufsichtsstruktur gerichtet, weswegen die Festlegung höherer Eigenkapitalanforderungen mit Übergangsfristen im Rahmen der Basel-III-Beschlüsse angemahnt werden. „Die Ziele der Veränderungsprozesse im Finanzbereich sind damit klar und offenkundig.“

Graf Wolfgang zu Castell-Castell, Direktor der Fürstlich Castell’schen Bank und Gastgeber des Abends, erläuterte „950 Jahre Haus Castell – Herkunft, Gegenwart und Perspektiven“. Er spannte hierbei den Bogen der Geschichte von den Anfängen und dem Ursprung der Grafschaft und Familie Castell im 11. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Die Grafschaft legt besonderen Wert auf wert-konservatives Wirtschaften und ist ausgerichtet auf nachhaltiges Wachstum, was auch Teil der Strategie der Bank ist. „Kontinuität und organisches Wachstum sind wertvoller als der schnelle Erfolg.“ Graf zu Castell-Castell betonte: „Hierbei ist sparsames und nachhaltiges Wirtschaften unverzichtbar. Und am Wichtigsten: Risikominimierung geht vor Gewinnmaximierung. Dies gilt für die Verwaltung des Familienvermögens, als auch im Bankgeschäft bei der Verwaltung von Vermögen der Privat-kundschaft und Firmenkunden“.

Steffen Knaus fasste im Ergebnis zusammen, dass „nur konsequent eingehaltene Leitlinien für ein transparentes und stabiles Finanzsystem sorgen können und verlorenes Vertrauen der Anleger zurück bringen kann. Dafür ist es umso wichtiger, auch heute noch Vorbilder im Bankensektor finden zu können.“