11. Juni 2014
Wirtschaftsrat zu Besuch im Kohle-Kraftwerk Mehrum bei Peine
Energiewende ist in Arbeit – aber fossile Energieträger bleiben weiterhin unverzichtbar.
…so könnte man den Besuch des Wirtschaftsrats der Sektion Braunschweig-Wolfsburg beim nahe Peine gelegenen Kohlekraftwerk Mehrum zusammenfassen. Nach einem Kurzvortrag von Kraftwerksdirektor Bernd Michels über die Wirkungsweise des Kraftwerks und die Einbettung der Anlage in das System der Energieversorgung im Raum Hannover-Braunschweig bzw. deutschland- und europaweit schloss sich eine muntere, offene Diskussion der 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.
(Foto: Wirtschaftsrat)

An einem windstillen und wolkenverhangenen Tag, an dem sich die Sonne erst am Abend zeigte, erhielt die theoretische Argumentation bezeichnenderweise ganz praktisch erfahrbare Eindrücke: Beim Rundgang durch Kesselhaus und Leitstand war ablesbar, dass das Kraftwerk bei warmen Außentemperaturen von 20 Grad Celsius am Abend mit voller Leistung von 750 Megawatt arbeitete und keinesfalls „Sommerpause“ war, das hatte von den Besuchern so niemand erwartet. 

Ingrid Pahlmann MdB, CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Kraftwerksdirektor Bernd Michels (Foto: Wirtschaftsrat)

Beim Imbiss nach dem Rundgang durch das Kraftwerk und einer Diskussion mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann (CDU) wurde deutlich, dass zum Thema „Energiewende“ in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals verkürzt berichtet wird. Der kurzfristig angestrebte Ersatz der Kernenergie in Deutschland durch „Erneuerbare“ lässt bei einem heutigen Anteil der fossilen Energie von ca. 65 Prozent an der Primärenergie häufig außer Acht, dass ohne Kohle, Gas und Erdöl der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht das wäre was er ist, die notwendige Energie würde schlicht fehlen.