16. Juli 2013
Erste Tagung der Arbeitsgruppe "Flutprävention Elbe und Nebenflüsse"
In Magdeburg fand die erste Tagung der Arbeitsgruppe „Flutprävention Elbe und Nebenflüsse“ des Wirtschaftsrates im bis auf den letzten Platz besetzten Sitzungssaal des Landesverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg statt. Dieses mehrere Bundesländer und die Tschechische Republik betreffende Thema wurde in Diskussionen, Vorträgen und Fachgesprächen umfassend erörtert.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Einigkeit herrschte bei den Teilnehmern der Veranstaltung, dass eine wirksame Flutprävention, gekoppelt an einen Notfallplan, die einzige Möglichkeit darstelle, die schweren wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer Flut wie 2013 und 2002 nachhaltig zu reduzieren oder größtenteils zu vermeiden. Nun gelte es, einen Fahrplan zu erstellen, um diese Maßnahmen zu entwickeln und auch umzusetzen.

Anhand der jüngsten Elbeflut erläuterten Burkhard Henning, Direktor LHW (Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft) und Hans Peschel, zuständiger Referatsleiter im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, die aktuelle Situation in Sachsen-Anhalt.
Eine anschließende Begehung der Galopprennbahn Herrenkrug konnte das verheerende Ausmaß der Elbeflut an diesem Ort auch nach mehreren Wochen noch plastisch darstellen.
Der Initiator der Arbeitsgruppe, Herr Gollan-Müller, kommissarischer Sprecher der Sektion Dresden des Wirtschaftsrates, erläuterte die Ziele der Arbeitsgruppe Flutprävention anhand aktueller Fakten, Zahlen, Fotos und Recherchen sowie des ersten Flut-Berichtes des BAfGS.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass

 

  • Die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik im Bereich Flutbekämpfung und vor allem Flutprävention unbedingt auszubauen sei.

 

  • Weitere Verbesserungen der Zusammenarbeit von Unter- und Oberliegern der Elbe im Bereich Flutprävention unbedingt zu erfolgen hätten.

 

  • Ein verstärkter Ausweis von Polder- und Retentionsflächen von der Quelle an erfolgen müsse.

 

  • Eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren bei Flutpräventionsbauwerken Ziel der sich damit beschäftigenden Gesetzgebung sein müsse.

 

  • In einer „Magdeburger Erklärung“  die Ziele und weiteren Schritte der AG Flutprävention festgeschrieben werden sollten.

 

  • Eine Folgeveranstaltung unter Einbindung von Vertretern der Tschechischen Republik und der Arbeitsgemeinschaft Elb-Anrainer zu planen sei.


Anfragen und Anregungen werden unter 0351/8 02 63 30 (Landesgeschäftsstelle Sachsen) gerne entgegengenommen.

Rennbahn in Magdeburg (Foto: Wirtschaftsrat)