07. Juni 2011
Mut und Tempo für die deutsche Industrie
Wirtschaftsrat im Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker
Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert mehr Innovation und Tempo für die deutsche Industrie, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer der Sektionen Böblingen/Sindelfingen/ Leonberg und Nürtingen/Kirchheim/Filder hatten im Rahmen einer Betriebsvorstellung und Unternehmenspräsentation der Rücker GmbH Böblingen die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der technischen Entwicklungen und derzeitigen Forschung im Bereich der Elektromobilität zu informieren.

Professor Dr.-Ing. Achim Kampker, Inhaber des Lehrstuhls für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und Projektleiter des Elektrofahrzeugs „StreetScooter“ referierte anhand dieses neuartigen Elektrofahrzeugkonzepts und stellte die These auf, dass „wenn sie auf dem neuen Markt der Elektromobilität mitspielen und sich gegen die Übermacht Chinas behaupten wollen, müssen unsere (deutschen) Autobauer ordentlich Gas geben“.

 

Prof. Kampker ist ein ausgewiesener Kenner der Materie, weil er als Geschäftsführer eines deutschen Unternehmens selbst in China tätig war, und dort den Aufbau eines eigenen Standorts geleitet und verantwortet hat. Er kennt die chinesischen Verhältnisse und den dort bereits heute erreichten Stand der Technik des Elektrofahrzeugbaus nur zu genau, um zu wissen, dass sich die deutschen Autobauer in ihren technologischen Fortschritten und der Entwicklung sputen müssen, um nicht den Anschluss zu verpassen.

Der StreetScooter ist hierzu ein neuartiges Fahrzeugkonzept, welches bereits auf der kommenden Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt im September 2011 der Weltöffentlichkeit vorgestellt wird. Es wird durch ein Konsortium der deutschen Industrie entwickelt und umgesetzt. Zielsetzung ist hierbei nicht, bisherigen und bekannten Automobilbauern Konkurrenz zu machen, sondern vielmehr wichtige Impulse aus und für die deutsche Industrie zu geben.

 

Eingebettet war die Diskussion in Laboratmosphäre. Die Rücker GmbH, eine Ideenschmiede der besonderen Art, ist  eine Niederlassung der Rücker AG Wiesbaden und öffnete ihr Designstudio für exklusive Einblicke und Eindrücke. Hier arbeitet ein Team von hochqualifizierten und erfahrenen Ingenieuren und Technikern an komplexen Entwicklungsprojekten, eigenverantwortlich vom Konzept bis zum geprüften Prototypen.

Die Teilnehmer konnten diese Kreativwerkstatt näher kennen lernen sowie mit den innovativen Köpfen des Stuttgarter Teams ins Gespräch kommen. Hier konnten sie erfahren, welche Dienstleistungen bei Fahrzeugentwicklungen nicht nur ansässiger Stuttgarter Automobilschmieden in Böblingen erbracht werden und wie die automobile Zukunft entsteht.

 

Dr. Michael W. Müller, Sektionssprecher der Sektion Nürtingen/Kirchheim/Filder und selbst Experte auf automobilem Gebiet, prophezeite beiden Unternehmen eine aussichtsreiche Zukunft: „Bald wird die automobile Zukunft direkt auf der Straße erleb- und erfahrbar sein, seien wir gespannt.“

 

Günther Volz,  Sektionssprecher der Sektion Böblingen/Sindelfingen/Leonberg fasste abschließend zusammen: „Es ist gut zu wissen, dass der Wirtschaftsrat gehört wird und Einfluss nehmen kann. Umso besser, wenn wir erneut wichtige Impulse in diesem so bedeutenden Zukunftsfeld geben können“.

Kontakt

Bernhard Feßler
Landesgeschäftsführer

Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Landesverband Baden-Württemberg

Tel. 07 11/83 88 74 - 0
Fax 07 11/83 88 74 - 20

b.fessler@wirtschaftsrat.de