16. Dezember 2015
EU-Datenschutzgrundverordnung verfehlt Chance für stärkere Wettbewerbsfähigkeit
Wolfgang Steiger: Verpflichtender Datenschutzbeauftragter für jedes Unternehmen ist zu viel des Guten

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die Ergebnisse der Verhandlungen zu einer europaweiten Datenschutzgrundverordnung. „Das gemeinsame Regelwerk ist zwar ein deutlicher Fortschritt gegenüber den veralteten Regelungen aus dem Jahr 1995. Allerdings muss an einigen Stellen dringend nachgebessert werden“, betonte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Die Neuregelung verpasst an entscheidenden Stellen den Anschluss an die digitale Zukunft. Wolfgang Steiger weiter: „Mit der Festlegung eines verpflichtenden Datenschutzbeauftragten für jedes einzelne Unternehmen – unabhängig von der Größe – werden kleine und mittlere Unternehmen sowie Gründer finanziell und bürokratisch zu stark belastet“. 

 

Darüber hinaus droht Europa auch bei der Anwendung von Big Data international zurückzubleiben. „Die Forderung des Wirtschaftsrates nach einer umfassenden Auswertung von gesammelten Daten mittels der Anwendung der Pseudonymisierung von Daten ist nicht ausreichend in der Datenschutzgrundverordnung verankert. Damit droht dem europäischen Wirtschaftsraum eine Abwanderung von Industrie und Forschung in das außereuropäische Ausland“, mahnte Wolfgang Steiger. 

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